Tierisch

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Tierisch

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Ich kann das nicht mit Tieren. Das habe ich als Kind gelernt. Und ich konnte es nicht.

Es gab Tiere, da war mal eins, weil ich bei der Ausstellung den Wellensittich gewonnen hatte. Noch auf dem Weg zum Bus hielt uns eine ältere Dame an, ob ich den einen Käfig hätte. Nee, hatte ich nicht und am Samstagnachmittag damals hätte es auch keine Chance gegeben etwas zu kaufen. Wir gingen kurz mit ihr und ich bekam den Käfig zum Wellensittich.

Vögel sind nicht meins

Vogel, nun Vogel war besser als nichts, aber an sich, ich interessiere mich nicht für Vögel. Damals nicht, später nicht, auch nicht beim dritten oder vierten gewonnenen oder übrigen Vogel. Ich interessiere mich auch nicht für die Vögel draußen. Es ist fein, dass die da sind, aber mehr auch nicht. Ich kann sie nicht unterscheiden, nicht optisch, nicht am Ton.

Mehrere Kaninchen in einem Gehege im Zoohandel, ein Schild am Glas weist auf Kleinsäuger und Vögel wie Wellensittiche hin
Zoohandel mit niedlichen plüschigen Hasen und Info zu Wellensittichen und weiteren Haustieren

Toter Vogel, ich hatte wohl nicht viele Bedenken bei einem Vogel draußen. Meine Mutter war nicht so begeistert den am nächsten Morgen ohne Vorwarnung in ihrer Manteltasche zu finden. Manche Vögel waren versehentlich weg, eine offene Tür, nunja.

Später fand ich tote Vögel auch doof. Ich war über zwanzig, als ich einen ganzen Tag im Zuhause einen Bogen um den Vogelkäfig machte, weil da nichts zu leben schien. Abends erfuhr ich, der Mitbewohner hatte sich früh schon erbarmt und das tote Tier entsorgt.

Tiere füttern

Ja, bei allen Tieren war da vorab die Idee, ich solle die Tiere füttern. Ich sollte mich auch um den Käfig kümmern, beziehungsweise um den Glaskasten bei den Goldfischen oder was auch immer es war.

Es gab Vögel, Fische, Meerschweinchen, Zwerghasen. Kümmern, nunja, eher nicht. Mit den Tieren mal spielen träfe es wohl eher. Mal kuscheln, mal streicheln, das schon. Füttern nun, schon mal aber regelmäßig täglich, mit Wasser, mit Käfig richten, nein, das war ich nicht.

Zwei alte Plakate für eine Kaninchenschau in Konstanz in den 80ern
Zwei historische Plakate kündigen eine Kaninchenschau auf der Fähre an, ähnlich waren die Vogelschauen an der Marktstätte

Unterwegs mit Tieren

Nein, es gab keine Hunde in meiner Kindheit. In der Familie hatten bis in die Großelterngeneration fast alle panische Angst vor Hunden.

Es gab jedoch Leinen und ich weiß, wir waren unterwegs im Dorf und hatten mal Meerschweinchen, mal Zwerghase dabei.

Später gab es eine Zeit, in der jedes Wochenende woanders verbracht wurde. Mit dem Fahrrad gings von Konstanz über die Fähre übern See und dort wohnte ein Freund meiner Mutter, da waren wir am Wochenende.

Nun, ich hatte Tiere, Plüschtiere, diesmal war es ein Zwerghase. Es brauchte eine Lösung, denn das Tier sollte ja versorgt werden. Es gab also einen Ausflug erst zum Fahrradladen, dann zum Zoohandel und dann zum Babyzubehörgeschäft.

Ute mit Plüschhasen, sehr großem Plüschhasenpaar in rosa udn hellblauer hose
Ute und die Plüschhasen

Im Fahrradladen gabs einen Korb, fürs Fahrrad hinten drauf. Der Zoohandel hatte einen Hamsterkäfig mit Haus, der in den Korb passte und beim Babyzubehörgeschäft gabs den Kinderwagensonnenschirm, damit dem Zwerghasen auf der Fähre nicht zu heiß würde.

Blogparaden

Es gibt derzeit mehrere Blogparaden, die etwas mit Tieren zu tun haben. Gern verlinke ich die hier und nehme damit dort teil. Dieser Beitrag nimmt teil bei der Parade: Mein Tier und ich. Gedacht war es eher umgekehrt, es sollte eine besondere Beziehung zu einem Tier zeigen. Ich hatte diese Beziehung zu einem Tier als Kind und Jugendliche eindeutig nicht.

Und doch diese Geschichte hat noch eine Fortsetzung, im Artikel Tierische Anzeige geht es weiter.

Ute bloggt seit 2007, ist seit 2004 selbständige Diplom-Informatikerin (FH) aus dem Landkreis Konstanz, die seit den 90-ern im Internet aktiv ist. Ich schreibe über das was mich interessiert. Meine Standorte sind Randegg im Hegau und Walddorf, Altensteig im Schwarzwald.

Kommentare

6 Kommentare zu «Tierisch»

  1. Avatar von Ute

    Im Beitrag Tierisch erzählte ich aus der Kinderzeit. Ich hatte schon Tiere, aber es war alles nicht so, wie ich denke, dass es sinnvoll war. Main-Taunus-Zentrum Schlussendlich ich wollte ein Tier. Und, ja klar, es gab sie diese wunderbaren Zoohandlungen. Bei uns in Konstanz war das schon eine, aber die war eher klein. In den […]

  2. Avatar von Ute

    Im Artikel tierisch erzähle ich von meinem kindlichen Umgang mit Tieren. Im Beitrag Tierische Anzeige geht es darum was ich von Tieren oder eher mittels Tier gelernt habe. Im anderen Blog schrieb ich, dass ich von Angst vor Hunden komme. Und dann später zuweilen über die Jungs, Richie und Gismo. Als ich mich für Richie […]

  3. Avatar von Katja Schoonbergen

    Liebe Ute,
    was für ein erfrischend unangepasster Beitrag zu dieser Blogparade. Dein Satz „Ich kann das nicht mit Tieren. Das habe ich als Kind gelernt. Und ich konnte es nicht.“ wirkt noch nach.
    Gleichzeitig musste ich über deinen Einfallsreichtum schmunzeln: Fahrradkorb, Hamsterkäfig und Kinderwagensonnenschirm für den Zwerghasen erzählen durchaus die Geschichte einer ganz eigenen Form der Zuwendung. 😊

    Nun bin ich neugierig, welche Wendung deine Tiergeschichte noch genommen hat, und lese direkt weiter.
    Viele Grüße
    Katja

    1. Avatar von Ute

      Hallo Katja,
      wie schön, dass du mitliest.

      Ja, es war wohl immer beides, dieses «kann nicht, noch nie» und dieses schauen was möglich ist.

      Bei dir gings ja auch weiter, ich las da ebenfalls mit.

  4. Avatar von Rita

    Hallo Ute,
    was für ein entspannter Bericht. Mit Kindern und Tieren ist es immer schwer. Kinder sollten keine Verantwortung für Tiere haben. Auf jeden Fall nicht alleine. Ich habe als Kind immer für ein Haustier gekämpft. Dann bekam ich eine Meerschweinchen, auf das mein Vater allergisch war. Später eine Zwerkkaninschen, das im Zimmer von meiner Schwester und mir lebte und in der tat 13 Jahre alt wurde … . Jetzt bin ich auf jeden Fall gespannt, wie deine Geschichte weiter geht und springe zum nächsten Blogbeitrag.
    Liebe Grüße, Rita

    1. Avatar von Ute

      Hach, mein Hirn funktioniert noch. Ich schaue immer mal kurz wer kommentiert und hatte ein Gefühl von «wir kennen uns doch». Und beim Blättern bei dir entdeckte ich im Rückblick das Barcamp in Horb.
      Danke, ja irgendwie war es wie es war.
      Und ihr beiden habt es offenbar gut gemacht mit eurem Zwergkaninchen, wenn es so alt werden konnte, klasse.
      Wir lesen uns sicher öfter, liebe Grüße

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